Handschütteln mit Stadt im Hintergrund

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Die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise sind für viele Unternehmen und Selbständige existenzgefährdend. Betriebe müssen auf Kurzarbeit umsteigen oder Beschäftigte entlassen, es drohen Liquiditätsengpässe und Insolvenzen. Das Bundeswirtschaftsministerium hat ein umfassendes Programm auf die Beine gestellt, um der Wirtschaft unter die Arme zu greifen. „Wir tun alles, damit kein gesundes Unternehmen schließen muss“, so Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier.

Die wichtigsten Maßnahmen für den Mittelstand im Überblick:

Wirtschaftsstabilisierungsfond

Ab sofort stehen 600 Milliarden Euro bereit, um Unternehmen und Start-ups durch Garantien und Eigenkapitalhilfen zu unterstützen. Der Fonds beseitigt Liquiditätsengpässe, unterstützt die Rekapitalisierung am Kapitalmarkt und stärkt die Kapitalbasis von Unternehmen. Das schafft Flexibilität in der Krise. Die Unterstützungsmöglichkeiten des Fonds sichern Unternehmen ab, deren Bestand für den Standort Deutschland oder den Arbeitsmarkt erhebliche Bedeutung hat. Sie gelten aber auch für systemrelevante kleinere Unternehmen und Unternehmen im Bereich kritischer Infrastruktur.

Soforthilfe

Für Kleinunternehmer und Solo-Selbständige stehen Direktzuschüsse in Höhe von insgesamt 50 Milliarden Euro zur Verfügung. Betriebe mit bis zu fünf Beschäftigten erhalten bis zu 9.000 Euro, Betriebe mit bis zu zehn Beschäftigten 15.000 Euro. Damit sollen die wirtschaftliche Existenz der Antragsteller gesichert und akute Liquiditätsengpässe wegen laufender Betriebskosten überbrückt werden, zum Beispiel Mieten und Pachten, Kredite für Betriebsräume oder Leasingraten. Die Zuschüsse müssen nicht zurückgezahlt werden.

Kleinunternehmern und Solo-Selbständigen wird außerdem der Zugang zur Grundsicherung vereinfacht.

Kurzarbeitergeld

Das Kurzarbeitergeld wird flexibler und kann zu vereinfachten Bedingungen in Anspruch genommen werden. So müssen nur noch zehn Prozent der Beschäftigten in einem Betrieb von Arbeitsausfall betroffen sein, die Sozialversicherungsbeiträge werden voll übernommen und auch Leiharbeit wird in die Regelung einbezogen. Die Unternehmen werden auf diese Weise deutlich stärker entlastet als während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009.

KfW-Sonderprogramm 2020

Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und der freien Berufe erleichtert das Sonderprogramm den Zugang zu günstigen Krediten. So können im erheblichen Umfang liquiditätsstärkende Kredite der Hausbanken mobilisiert werden. Anträge können sofort gestellt werden.

KfW-Schnellkredit 2020

Mit den KfW-Darlehen werden mittelständische Unternehmen bis zu einem Höchstbetrag von 800.000 Euro untersützt. Damit der Kredit schnell und unkompliziert gewährleistet werden kann, stellt die KfW den Finanzierungspartner (Hausbank) zu 100 Prozent von der Haftung frei.

Detaillierte Informationen zum Wirtschaftsschutzschirm in der Corona-Krise finden sie hier: www.bmwi.de