Hände übergeben Akte

© GettyImages/SDI Productions

Den Mittelstand bei Steuern und Sozialabgaben zu entlasten, ist ein wesentlicher Bestandteil der Mittelstandsstrategie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Mit der Absenkung des Beitragssatzes zur Arbeitslosenversicherung – befristet bis Ende 2022 – auf 2,4 Prozent sendet die Bundesregierung ein wichtiges Signal für mehr Wirtschaftswachstum und für Arbeitsplätze. Ein erster Schritt – das BMWi wird sich aber nach wie vor für weitere Absenkungsschritte einsetzen.

Hintergrund ist die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt und dementsprechend gestiegene Rücklagen der Bundesagentur für Arbeit. Die Arbeitslosigkeit ist so niedrig wie noch nie seit der deutschen Einheit – gleichzeitig stieg die Zahl der Erwerbstätigen in den vergangenen Monaten auf neue Rekordwerte von mehr als 45 Millionen (Stand: November 2019).

Mit der Beitragssatzsenkung entlastet die Bundesregierung Arbeitgeber und Beschäftigte insgesamt um jeweils rund 600 Millionen Euro pro Jahr. Somit sinken einerseits die Lohnkosten für die Unternehmen – andererseits bleibt den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mehr Netto vom Brutto.

Rückblickend hat sich seit dem Jahr 2005 der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung mehr als halbiert: Damals lag er noch über sechs Prozent. Zuletzt war der Beitrag zum 1. Januar 2019 gesenkt worden – von 3,0 auf 2,5 Prozent. Eine Entwicklung, die den Mittelstand – mit gut 99 Prozent aller Firmen das Rückgrat der deutschen Wirtschaft – deutlich entlastet hat.