Handwerker mit Hammer

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Die Wiedereinführung der Meisterpflicht ist ein wichtiger Bestandteil der Mittelstandsstrategie. Denn das Handwerk ist eine tragende Säule des Mittelstands: Seine rund eine Million Betriebe sind innovativ, regional verankert, leistungsfähig – und sie erschließen neue Märkte.

Der Qualitätsstandard „Meister“ steht für Qualitätsarbeit, Verbraucherschutz, Leistungsfähigkeit und Innovationskraft. Und er ist eine wichtige Voraussetzung für die duale Ausbildung und Nachwuchsförderung. Denn im Betrieb bilden weit überwiegend Meister aus. Die Wiedereinführung der Meisterpflicht stärkt aber nicht nur die Qualifikation, sondern auch die Strukturentwicklung im Handwerk und ist damit ein wichtiger Schritt zur Zukunftssicherung. Der Deutsche Bundestag hat am 12. Dezember der entsprechenden Gesetzesvorlage des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zugestimmt.

Die Zulassungspflicht wird in folgenden Handwerken wieder eingeführt:

  1. Fliesen-, Platten- und Mosaikleger,
  2. Betonstein- und Terrazzohersteller,
  3. Estrichleger,
  4. Behälter- und Apparatebauer,
  5. Parkettleger,
  6. Rollladen- und Sonnenschutztechniker,
  7. Drechsler und Holzspielzeugmacher,
  8. Böttcher,
  9. Raumausstatter,
  10. Glasveredler,
  11. Orgel- und Harmoniumbauer,
  12. Schilder- und Lichtreklamehersteller.

Der selbstständige Betrieb eines künftig zulassungspflichtigen Handwerks ist dann nur noch zulässig, wenn ein Betriebsleiter in der Handwerksrolle eingetragen ist. Eingetragen in die Handwerksrolle wird, wer die Voraussetzungen der §§ 7 ff. der Handwerksordnung erfüllt, das heißt insbesondere die Meisterprüfung in dem Handwerk bestanden oder eine sonstige Ausübungsberechtigung für das Handwerk erhalten hat.

Für bestehende Betriebe, die die künftigen Voraussetzungen nicht erfüllen, gilt ein Bestandsschutz.