Tachenrechner

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Mit der Anhebung der Ist-Besteuerungsgrenze ab dem Jahresbeginn 2020 wird ein weiteres wichtiges Anliegen der Wirtschaft umgesetzt, für das sich das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in seiner Mittelstandsstrategie stark gemacht hat. Die Umsatzgrenze für die Ist-Besteuerung lag seit 2009 unverändert bei 500.000 Euro. Sie ermöglicht, dass Unternehmen nicht bereits auf Basis des vereinbarten Entgeltes, sondern erst nach Entgelt-Vereinnahmung die Umsatzsteuer an das Finanzamt zahlen können.

Die vom Bundestag beschlossene Anhebung dieser Grenze auf nun 600.000 Euro erweitert den Kreis dieser Unternehmen. Zugleich werden dadurch die Schwellenwerte für die Ist-Besteuerung im Umsatzsteuerrecht und für die Buchführungsgrenze in der Abgabenordnung, die bereits zum 1. Januar 2016 angehoben worden war, harmonisiert. So werden die Unternehmen in den vollen Genuss der hierdurch bedingten Erleichterungen kommen und in ihrer Liquidität verbessert.

Die Harmonisierung der beiden Schwellenwerte kommt insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen zugute, die Umsätze zwischen 500.001 und 600.000 Euro erzielen: Sie können sowohl die Buchführungsbefreiung in Anspruch nehmen als auch vereinfachte Umsatzsteuerregeln anwenden.