Viele Mittelständler stehen im globalen Wettbewerb. Mit ihrem technischen Know-how und ihrer Qualität sind sie sehr wettbewerbsfähig. Teilweise sind sie „allein“ international aktiv, teilweise mit Zuliefer- und Service-Leistungen für andere Unternehmen – als verlässliche Partner entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Aber der Wettbewerb verschärft sich: Technologische Umbrüche und sich verändernde Rahmenbedingungen stellen den Mittelstand vor neue Herausforderungen.

Mehr als 97 Prozent der deutschen Exportunternehmen kommen aus dem Mittelstand. Sie tragen entscheidend zum außenwirtschaftlichen Erfolg der deutschen Wirtschaft bei. Insbesondere mit ihren bewährten Nischenstrategien sind mittelständische Unternehmen im internationalen Wettbewerb mit an der Spitze. Sie produzieren in engem Kontakt zu ihren weltweiten Kunden hochspezialisierte und oft innovative Produkte und Problemlösungen. Nicht umsonst kommen aus Deutschland besonders viele „Hidden Champions“.

„German Mittelstand“ steht im Ausland als Marke für Qualität

Der „German Mittelstand“ genießt im Ausland hohes Ansehen. Das Erfolgsrezept: Beste Qualität, hohe Wertschöpfungstiefe und Konzentration auf die ureigenen Kompetenzen. Und exportierende Mittelständler entwickeln sich – mit ihrem internationalen Markt-Know-how und ihren Kontakten - erfahrungsgemäß auch im Inlandsgeschäft positiver als ihre Wettbewerber. Der Weg ins Ausland lohnt sich also in mehrfacher Hinsicht. Doch auf Auslandsmärkten immer wieder neue Chancen suchen und erkennen, sich auf Marktänderungen und politische Entwicklungen rechtzeitig einstellen - das ist auch eine ständige Herausforderung. Nicht nur für die Unternehmen, sondern auch für die Wirtschaftspolitik.

Statistik zum Export

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Das BMWi setzt sich für offene Märkte, Transparenz und regelbasierten Handel sowie entsprechende Handels- und Investitionsabkommen ein. Zahlreiche Institutionen und Instrumente der Außenwirtschaftsförderung unterstützen mittelständische Unternehmen in ihrem Auslandsgeschäft:

  • Das Angebot zur Exportförderung – gebündelt unter der Dachmarke „Mittelstand global“ - hilft kleinen und mittleren Unternehmen bei der Erschließung neuer Märkte im Ausland. Traditionelle Wirtschaftszweige finden dabei ebenso Berücksichtigung wie Zukunftsbranchen beispielsweise aus den Bereichen Energie, Umwelttechnologie oder Gesundheit.
  • Die Germany Trade and Invest (GTAI) ist die Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland für Außenwirtschaft und Standortmarketing. Mit fundierten Wirtschaftsanalysen liefert sie die Grundlage für die Vorbereitung von Auslandsgeschäften und ist die erste Anlaufstelle für den exportorientierten Mittelstand in Deutschland.
  • Das KMU-Markterschließungsprogramm (MEP) richtet sich branchenübergreifend an kleine und mittlere Unternehmen. Durch aufeinander abgestimmte Module - etwa Markterkundungs- oder Geschäftsanbahnungsreisen - können Unternehmen Angebote nach ihren individuellen Anforderungen wählen.
  • Mit branchenspezifischen Exportinitiativen unterstützt das BMWi kleine und mittlere Unternehmen zusätzlich gezielt in den Bereichen Energie, Umwelttechnologie, Gesundheitswirtschaft und Zivile Sicherheitstechnologien.
  • Mit Exportkredit- und Investitionsgarantien schützt der Bund Exporteure und Investoren vor wirtschaftlich und politisch bedingten Forderungsausfällen im Ausland.
  • Die BMWi-Geschäftsstelle „Strategische Auslandsprojekte“ unterstützt Unternehmen u. a. bei der Finanzierung und Absicherung von internationalen Projekten.
  • Das vom BMWi geförderte Netzwerk der Deutschen Auslandshandelskammern und Delegationen der Deutschen Wirtschaft (AHK-Netz) unterstützen das Engagement kleiner und mittlerer Unternehmen durch ein umfassendes Beratungsangebot an 140 Standorten in 92 Ländern.
  • Mit dem Wirtschaftsnetzwerk Afrika begleitet das BMWi Unternehmen mit gebündelten Unterstützungsmaßnahmen passgenau beim Markteintritt in diesen Kontinent.