Mit ihrem umfangreichen Konjunkturpaket stärkt die Bundesregierung in der Corona-Krise Wirtschaft und Verbraucher. Ziel ist vor allem eine rasche wirtschaftliche Erholung, die Absicherung von weiterhin betroffenen Unternehmen und die langfristige Zukunftsfestigkeit. Neben konkreten Entlastungen kommt vor allem die Überbrückungshilfe dem Mittelstand zugute.

Mit ihrem umfangreichen Konjunkturpaket stärkt die Bundesregierung in der Corona-Krise Wirtschaft und Verbraucher. Ziel ist vor allem eine rasche wirtschaftliche Erholung, die Absicherung von weiterhin betroffenen Unternehmen und die langfristige Zukunftsfestigkeit. Neben konkreten Entlastungen kommt vor alDie Corona-Pandemie und ihre Folgen stellen die Wirtschaft vor massive Herausforderungen: Viele Unternehmen verzeichnen hohe Umsatzeinbußen, Arbeitnehmer sind in Kurzarbeit, Verbraucher sind zurückhaltend bei ihren Kaufentscheidungen. Das Konjunkturpaket der Bundesregierung – mit einem Gesamtvolumen von 130 Milliarden Euro in den ersten zwei Jahren das größte in der Geschichte Deutschlands – bietet deshalb umfangreiche Unterstützung, damit Unternehmen die Krise überstehen und sich die Wirtschaft schnell erholen kann. Zudem schafft es umfangreiche zusätzliche Anreize für zusätzliche Investitionen in Zukunftsfelder wie Digitalisierung und grüne Mobilität. em die Überbrückungshilfe dem Mittelstand zugute.

Überbrückungshilfe für den Mittelstand

Neben den verschiedenen Maßnahmen zur Nachfragstimulation (zeitlich befristete Mehrwertsteuersenkung von 19 auf 16 Prozent, Kinderbonus) ist die Corona-Überbrückungshilfe zentrales Element des Konjunkturpaket. Damit hilft die Regierung zielgerichtet den Unternehmen und Branchen, die von den Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung besonders stark betroffen sind. Gesamtvolumen dieses Programms: bis zu 25 Milliarden Euro.

Kleine und mittlere Unternehmen erhalten für die Monate Juni bis August einen nicht rückzahlbaren Zuschuss zur Abdeckung von Betriebskosten, wenn ihre Umsätze Corona-bedingt im April und Mai 2020 um mindestens 60 Prozent gegenüber April und Mai 2019 eingebrochen sind. Dabei reicht es aus, wenn ein durchschnittlicher Umsatzrückgang von mindestens 60 Prozent für diese beiden Monate zusammen besteht. Die Überbrückungshilfe erstattet einen Anteil in Höhe von 80 Prozent der Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch, 50 Prozent der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 50 und 70 Prozent und 40 Prozent der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 40 und unter 50 Prozent, im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Damit gilt der Grundsatz: Je größer der Umsatzeinbruch, desto höher der Zuschuss.

Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten erhalten dabei maximal 9.000 Euro Überbrückungshilfe für drei Monate, bei bis zu 10 Beschäftigten beträgt die maximale Summe 15.000 Euro für drei Monate. Ein mittelgroßes Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten kann maximal 150.000 Euro Überbrückungshilfe für drei Monate erhalten. In begründeten Ausnahmefällen können diese maximalen Erstattungsbeträge auch überschritten werden, wenn Unternehmen mit sehr hohen Fixkosten belastet sind. Anträge können bis zum 30. September 2020 über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigte Buchprüfer gestellt werden.

Weitere Informationen zur Überbrückungshilfe finden Sie hier.


Weitere Punkte des Konjunkturpakets, die Unternehmen entlasten, sind unter anderem:

  • Stabilisierung der Sozialversicherungsbeiträge: Für 2020 und 2021 werden die Beiträge bei max. 40 Prozent gedeckelt („Sozialgarantie 2021“) – somit werden Unternehmen in ihrer Wettbewerbsfähigkeit nicht durch steigende Lohnnebenkosten beeinträchtigt.
  • Entlastung bei Energiekosten: Die von Verbrauchern und Unternehmen gezahlte Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG-Umlage) wird durch Bundeszuschüsse gedeckelt beziehungsweise gesenkt. Diese Entlastung auf der Kostenseite stärkt die deutsche Wirtschaft im internationalen Wettbewerb.
  • Ausweitung des steuerlichen Verlustrücktrags 2020: Unternehmen können Verluste, die ihnen dieses Jahr in der Krise entstehen, mit Gewinnen aus den vergangenen Jahren verrechnen.
  • Schnellerer Ausbau des 5G-Netzes: 5 Milliarden Euro für die Mobilfunkinfrastruktur-Gesellschaft des Bundes und die Förderungen künftiger Kommunikationstechnologien.