Wie geht es der Wirtschaft zurzeit in der Corona-Krise? Im Austausch mit mittelständischen Unternehmern und Unternehmerinnen diskutierte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier bei der Veranstaltung „AUF DEM WEG. Die Wirtschaft im Gespräch mit Peter Altmaier“ die aktuelle Situation und beantwortete Fragen zum Konjunkturpaket und zu den Herausforderungen für Politik und Unternehmen. Dem Townhall Meeting bei der IHK Köln mit rund 50 anwesenden Gästen waren rund 20 weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen per Videochat zugeschaltet. Den Livestream im Twitter-Kanal des BMWi verfolgten mehr als 2000 Interessierte.

„Wir müssen bereit sein, diese Ausnahmesituation als Bewährungsprobe für uns alle zu betrachten“, sagte Minister Altmaier bei der Veranstaltung am 27. August. „Das Erfolgsmodell Deutschland muss weitergehen.“ Er stellte heraus, wie wichtig das Konjunkturpaket für die Stabilisierung und Erholung der Wirtschaft ist. Es sei richtig, die auf kleine und mittlere Unternehmen zugeschnittene Überbrückungshilfe bis zum Ende dieses Jahres zu verlängern und weiteren Anpassungsbedarf im Auge zu haben. So hätten manche Unternehmen im April/Mai noch keinen starken Umsatzeinbruch gehabt, sondern erst später. „Wir werden das in unseren Beratungen berücksichtigen.“ Mit Blick auf besonders stark betroffene Branchen müsse man überlegen, ob man bei der Überbrückungshilfe die bisherige Höchstförderung von 150.000 Euro nicht anheben sollte.

Ausbildungsprämie: „Die Jungen sollen nicht die Verlierer der Krise sein“

Auch bei der Ausbildungsförderung werde man überlegen, ob im Detail nachgesteuert werden müsse. Insgesamt wolle die Regierung mit der Ausbildungsprämie dafür sorgen, dass die Corona-Situation nicht auch noch die Ausbildung und die Auszubildenden belaste. „Denn die Jungen sollen nicht die Verlierer der Krise sein.“

In Fragen und Statements der Teilnehmenden klangen der Ernst der wirtschaftlichen Lage und die massiven Herausforderungen für Unternehmen durch. Immer wieder betonte Altmaier die außerordentlichen Leistungen des Mittelstands, der „Teil unserer Identität und unserer Mentalität“ sei. Um Unternehmen in der Krise zu entlasten, habe man im Konjunkturpaket dafür gesorgt, dass die Sozialversicherungsbeiträge in diesem und im nächsten Jahr stabil bleiben. Damit nicht genug: Sein Ziel sei, dass im Grundgesetz eine Obergrenze von 40 Prozent festgelegt werde.