Zunächst machte Minister Altmaier Halt beim Spezialmaschinenbauer Albrecht Bäumer GmbH & Co. KG. Der Hersteller von Schaumstoffschneidemaschinen ist im nordrhein-westfälischen Freudenberg nahe Siegen ansässig. Der Minister ließ sich von der Geschäftsführung erklären, wie sich das Familienunternehmen zum weltweiten Marktführer in seiner Nische entwickelt hat – mit einem Auslandsumsatzanteil von 85 Prozent. Und wie es sich mit Innovationskraft im internationalen Wettbewerb behauptet. Ein weiteres Gesprächsthema war die Ausbildung von Fachkräften: Zehn Prozent der rund 375 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Bäumer sind Azubis. „Das ist unsere Zukunft“, kommentierte die Geschäftsführung im Gespräch mit dem Minister, bevor ihm ein Bäumer-Schaumstoffherz mit dem Aufdruck „Mittelstand“ überreicht wurde.

Bäumer GmbH: Förderung von digitalen Innovationen im Mittelstand

Mit Nischenprodukten innovativ sein

Die KRAH Unternehmensgruppe in Drolshagen im Sauerland, ebenfalls erfolgreicher internationaler Player, war die nächste Station Peter Altmaiers. Hier ging es vor allem um die Themen Internationalisierung, E-Mobilität und die Zukunft des Automobilstandorts Deutschland. KRAH, 1970 gestartet mit 20 Angestellten, ist als Hersteller von elektronischen Bauelementen heute Weltmarktführer für Leistungswiderstände in der Automobilindustrie und beschäftigt rund 1.900 Mitarbeiter an 15 Entwicklungs- und Produktionsstandorten in Europa, Asien, Süd- und Nordamerika. KRAH überraschte mit all den verschiedenen Produkten, in denen ihre Widerstände zu finden sind. Staubsauger, Modelleisenbahnen, Autos – kaum ein Produkt ohne Beitrag des Unternehmens mit dem Motto: „Freude am Widerstand“.

„FRAUEN unternehmen“ in Vorbildfunktion

„Ich hoffe, dass Ihr Beispiel Schule macht“, sagte Peter Altmaier, als er sich anschließend in Waltrop mit Birgit Honvehlmann traf. Sie ist Inhaberin von „Floristik Steinbrecher“ und Vorbild-Unternehmerin der BMWi-Initiative „FRAUEN unternehmen“. Sie war in dem Betrieb mehrere Jahre angestellt, bevor sie ihn 2014 übernahm und dem Floristik Geschäft neues Leben einhauchte. Passend dazu stellte Bundesminister Altmaier dort die neue BMWi-Initiative „Unternehmensnachfolge – aus der Praxis für die Praxis“ vor. Gesprächsthema war insbesondere das Engagement von „Floristik Steinbrecher“ als Inklusionsbetrieb, der Wert darauf legt, Menschen mit Behinderung auszubilden und einzustellen.

Blumenladen Steinbrecher: Frauenpower, Inklusion und Unternehmensnachfolge

4.0-Kompetenzzentrum: Digitalisierung im Mittelstand

Weitere Station am Tag 2 der Mittelstandsreise war das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Hannover. Dort ging es um Digitalisierung im Mittelstand: Wo steht der Mittelstand, was braucht er in diesem Bereich und wie arbeiten die 4.0-Kompetenzzentren, wie erreichen sie mit ihren Angeboten die kleinen und mittleren Unternehmen? Studentinnen und Studenten zeigten dem Minister einige Beispiele aus der Praxis. Zum Abschluss des Tages traf der Minister mit Mittelständlern aus der Region zum Abendessen zusammen. Und auch hier standen wichtige Themen auf dem Menü: Fachkräftesicherung, Digitalisierung und Sprunginnovationen. Dazu war auch der Gründungsdirektor der neuen „Agentur für Sprunginnovationen“, Rafael Laguna de la Vera, eingeladen.

„Ich hoffe, dass Ihr Beispiel Schule macht.“

Peter Altmaier

Bundeswirtschaftsminister